5 Jahre The Suicide Squad: James Gunns blutiger Neustart
Am 28. Juli 2021 schickte James Gunn seine Truppe nach Corto Maltese — mit über 9.000 Rückmeldungen und einer 7,5 in den Bewertungen.
Ein Reboot, das keiner bestellt hatte
Ein Riesenhai frisst einen Söldner in zwei Bissen. Das war die Ansage. James Gunn, gerade von Marvel geflogen und wieder eingestellt, bekam bei Warner freie Hand für den zweiten Anlauf einer Marke, die David Ayer 2016 gegen die Wand gefahren hatte.
Der Titel trug ein bewusst irreführendes The vorneweg, kein Sequel, keine direkte Fortsetzung, eher ein Neustart mit alten Zutaten. Margot Robbie durfte ihre Harley Quinn behalten. Fast alles andere warf Gunn weg. Ein raubeiniges Kalkül.
Zwischen Splatter und Kinokasse
Idris Elba als Bloodsport und John Cena als selbstgerechter Peacemaker bildeten das neue Zentrum, umringt von Figuren, die Gunn erkennbar zum Abschlachten aufstellte. Der Humor war trocken, die Gewalt grobschlächtig, die 132 Minuten liefen erstaunlich rund für einen Film mit derart hoher Leichenquote.
Warner setzte den Tentpole auf einen Day-and-Date-Release: Kino und HBO Max am selben Tag, mitten in der Pandemie. Kommerziell rächte sich das. Der Theatrical Run blieb hinter den Erwartungen, obwohl die Kritiken standen. Gunn selbst nannte den Streaming-Start später einen Fehler.
Was davon geblieben ist
Cenas Peacemaker bekam seine eigene Serie, noch bevor der Film in vielen Ländern richtig angelaufen war. Aus einer Nebenfigur wurde ein Franchise-Anker. Der eigentliche Marketing-Push für das DC-Universum lief also erst hinterher an, über HBO Max und den Umweg Fernsehen.
Heute steht der Film mit einer soliden 7,5 und mehr als neuntausend Rückmeldungen da, deutlich über dem, was der Vorgänger je erreichte. Gunn ist inzwischen Chef von DC Studios. Der Riesenhai war also doch ein Karrieresprung.