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Deutscher Trailer zu „Kill Bill – the Whole Bloody Affair“ zeigt die komplette Rachesaga der Braut

Portrait von Sophie BergerSophie Berger

Nach Jahren unter Verschluss erscheint Tarantinos zusammengeführter Vier-Stunden-Cut erstmals in Deutschland fürs Heimkino.

Zwei Jahrzehnte im Giftschrank: Warum der Cut erst jetzt kommt

Damals, als Quentin Tarantino „Kill Bill“ erschuf, war der ursprüngliche Plan, das Werk als einen einzigen Film herauszubringen. Die Entscheidung, es in zwei Volumes zu splitten, stellte sich eher als Marketingstrategie von Miramax heraus — künstlerisch war das nicht motiviert. Nach der Premiere war die zusammengeführte Fassung vor allem in Festivalversionen und Sondereditionen zu finden. Aber im regulären Vertrieb? Fehlanzeige. Für Sammler entwickelte sich diese Version zum Phantom, das jahrelang unerreichbar blieb.

Wann kann man nun diesen längst überfälligen Cut endlich sehen — naja, fast ein halbes Jahrhundert des Rätsels gelöst.

281 Minuten, ein Schnitt, eine Animationssequenz mehr

Heute nun ist er angekommen! Der zusammengeschnittene Film hat eine Gesamtlänge von 281 Minuten, inklusive einer Viertelstunden-Pause mitten im Saal. Was wurde entfernt? Das Cliffhanger-Ende von Volume 1 ist weg, auch der Rückblick zu Beginn von Volume 2 — eingefügt, um die Zweiteilung zu kaschieren. Neu dazu kommt eine bisher unveröffentlichte Animationssequenz, die rund sieben Minuten füllt, sodass die Erzählung um Die Braut (Uma Thurman) ansonsten intakt bleibt. Ja, alles andere bleibt unverändert. Aber bringt das alles wirklich eine Verbesserung mit sich?

Kino in den USA, Blu-ray in Deutschland: die Auswertungsfrage

Lionsgate präsentierte den Film am 5. Dezember 2025 in den USA, sogar mit Vorführungen auf 35mm und 70mm. Eine echte Glanzleistung auf Zelluloid, wenn man das so sieht. STUDIOCANAL hingegen — nun ja, sie verfolgen in Deutschland einen anderen Weg. Der Release erfolgt direkt für das Heimkino: Ab dem 5. November wird die Meisterarbeit in 4K UHD oder als Blu-ray auf den heimischen Bildschirmen zur Verfügung stehen. Hier kein großes Kinovergnügen, aber definitiv ein prächtiges Stück für jedes Sammlerregal.

Eine pragmatische Entscheidung — könnte man so sagen.

Was im Trailer zu sehen ist

Uma Thurman bewegt sich im gelben Trainingsanzug mit gezogenem Samuraischwert durch die Kampfszenen. Mehrere Schnitte zeigen Massenkämpfe gegen eine Gruppe schwarz gekleideter Gegner. Der Trailer fängt Nahaufnahmen von Blutspritzern und schnellen Schwerthieben ein.

Was uns aufgefallen ist

Der gelbe Trainingsanzug im Kontrast zu den schwarz gekleideten Gegnern strukturiert die Schnittfolge, fast comichaft klar. Ist, wie „Kill Bill – the Whole Bloody Affair“ die Massenkämpfe rhythmisch takten lässt, Schwerthieb und Blutspritzer sitzen auf dem Beat. Die Zusammenführung beider Teile merkt man dem Tempo an, das Sequel gönnt sich zwischen den Hieben spürbar mehr Atempausen.

Was bisher bekannt ist

  • Der Cut vereint „Kill Bill“ Vol. 1 (2003) und Vol. 2 (2004) zu einem Film und entfernt den Cliffhanger sowie die Zusammenfassung.
  • Neu enthalten ist eine rund siebeneinhalbminütige, bislang unveröffentlichte Animationssequenz.

Kill Bill – the Whole Bloody Affair (2026)

Film · Drama

Kinostart am 24.07.2026

Trailer bereitgestellt von STUDIOCANAL Germany

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